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  • Thomas Bergmann

Millennials – das unbekannte Wesen

Aktualisiert: 4. Dez 2018



Das Verstehen von Millennials und die richtige Zusammenarbeit mit ihnen wird für Unternehmen immer wichtiger. Millennials sind nicht dafür bekannt, am Arbeitsplatz ein durchwegs positives Zeugnis zu erhalten. Während sie als selbstbewusst, innovativ, anpassungsfähig und technologisch versiert dargestellt werden, sind Millennials auch sagen viele Führungskräfte «schwer zu managen».


Wie damit umgehen?


Die Generation Y, also die zwischen Anfang der 1980er- und Ende der 1990er-Jahre geborenen Personen, wird bis zum Jahr 2020 50% und bis 2025 weltweit 75% der Arbeitskräfte ausmachen. Sie wird bald ihre Vorgängergeneration, die Generation X (geboren 1965 bis 1980), übertreffen, und ihre Vertreter können nicht länger als die Führungspersonen von morgen bezeichnet werden, weil sie es teilweise heute schon sind. Ein PWC-Bericht fand heraus, dass eine der grössten Herausforderungen für Organisationen darin besteht, Millennials zu finden und zu binden. Die Digitalisierung hat ihr Gefühl der Ungeduld verschärft, indem sie die sofortigen Befriedigungstendenzen dieser jungen Leute fütterte, die es gewohnt sind, das zu bekommen, was sie wollen, sobald sie es wollen.


Faul und trotzdem anspruchsvoll!


Millennials werden oft als faul und unangemessen anspruchsvoll beschrieben. Ausserdem sind sie ungeduldig und wollen schnell befördert werden. Ältere Generationen glauben gerne, dass sich die Arbeitsmoral der jüngeren Generation verschlechtert hat, aber die Forschung legt nahe, dass es keine Unterschiede in der Arbeitsmoral gibt. Vielmehr haben Millennials einen anderen Zugang zu ihrer Arbeitsweise, sie arbeiten kooperativer und nutzen Technologien und Online-Ressourcen besser.


Was motiviert heute noch?


Sie sind mehr intrinsisch, durch persönliche Motivation, getrieben als durch extrinsische Motivatoren, wie es noch bei älteren Generationen der Fall ist. Das Streben der Millennials nach Fortschritt ist jedoch verbunden mit dem Bedürfnis, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und sich in ihrem Beruf sinnvoll zu engagieren. Deshalb haben Millennials keine Angst vor einem Jobwechsel, was sich auch in den Lebensläufen zeigt. War es früher wichtig, viele Jahre im gleichen Job gewesen zu sein, wird es heute wichtiger, viel Erfahrung in unterschiedlichen Jobs gesammelt zu haben.


Job-Hopper oder Experten?


Millennials werden oft nur zwei Jahre in einem Unternehmen arbeiten und dann weiterziehen. Sie haben extrem hohe Erwartungen an ihre Rolle und an das Unternehmen, in dem sie arbeiten. Sie wollen lernen und sich weiterentwickeln, eine gute Work-Life-Balance fördern, die Flexibilität rund um den Arbeitsplatz ermöglicht und ihre Talente stärkt. Letztendlich sollte ihr Job zu ihrem Leben passen. Aber wer möchte das nicht?


Jung und alt – es passt zusammen!


Umfrage aus >4‘000 Graduates aus 75 Ländern

Allerdings hat Coaching einen grossen Einfluss auf die Überbrückung der durch Generationenunterschiede bedingten Erwartungslücken. So bewerten Studienabgänger das Thema Coaching und Mentoring als das für ihre Karriere und Entwicklung wichtigste Element. Ein Coaching durch ältere und sehr erfahrene Mitarbeitende und die enge Zusammenarbeit zwischen jung und alt sind heutzutage immer wichtiger. Es profitieren beide Seiten. Und nur durch eine gute Zusammenarbeit kann man sich schon jetzt als Unternehmen auf die nächste Generation, die Generation Z, vorbereiten. Eine Generation, die keine Welt ohne Smartphones kennt.


Keep calm and let's get digital. Euer Thomas Bergmann

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